NYT: Tablets und E-Reader künftig im Flugzeug erlaubt

Tablet Flugzeug

In den USA wird derzeit über ein Thema diskutiert, das Fluggäste weltweit betrifft. Es geht um die Nutzung von Tablets und E-Readers während des Fluges. Anstatt die Geräte auszuschalten, dürften diese dann im Flugmodus genutzt werden, um beispielsweise lange Flugzeiten mit dem Lesen eines Buches oder dem Schauen eines Filmes zu überbrücken.

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA prüft laut der New York Times die Nutzbarkeit elektronischer Geräte während Start, Flug und Landung eines Passagierflugzeuges. Da unlängst nicht jeder Sitz mit einem Flatscreen ausgestattet ist, um sich einen Film anzuschauen, sollten Passagiere die Möglichkeit haben, eigene Mobilgeräte mit an Bord zu nehmen und nutzen zu können. Dabei geht es in erster Linie um Tablets und E-Reader. Handys und Smartphones sind von der Richtlinie weiterhin ausgenommen, da diese beim Telefonieren den Funkverkehr von Pilot und Bodencrew stören könnten.

Bereits im vergangenen Jahr startete die FAA eine Untersuchung zu diesem Thema, mit den Untersuchungsergebnissen kann Ende Juli gerechnet werden. Ein anonymer Mitarbeiter der FAA teilte mit, dass die Behörde unter großem Druck stehe. Entweder müsse die Regelung in Kraft treten oder es müssen wissenschaftlich fundierte Gründe für ein weiterhin geltendes Verbot dargelegt werden.

Strittig sind auch die Regelungen, die bei einer Lockerung der Verbots zu gelten haben. Die Aufsichtsbehörde müsste den Terminus „Flugmodus“ genau definieren und Richtlinien für noch nicht erschienene Mobilgeräte aufstellen. Darüber hinaus stehen die Fluggesellschaften vor der Herausforderung, die Passagiere und die Nutzung der Geräte von den Flugbegleitern irgendwie kontrollieren zu können. Dabei geht nicht darum herauszufinden, welcher Passagier welches Buch liest, sondern ob das Gerät nicht für andere Zwecke genutzt würde, beispielsweise einen Anruf.

Wenn die FAA einen Präzedenzfall schafft, könnten künftig weltweit alle Fluggesellschaften die Regeln lockern und Tablets sowie E-Reader an Bord erlauben. So kann man ein schreiendes Kind auf dem Nebenplatz um einiges besser ertragen.

Quelle: theverge.com