Mobile World Congress

MWC 2018 – Samsung dominiert die Tech-Messe

Der Mobile World Congress ist heute offiziell gestartet und schon jetzt gibt es jede Menge neue Technik zu bewundern. Während große und namhafte Hersteller wie Samsung oder Nokia ihre neuesten Geräte präsentieren, mischen auch kleine innovative Unternehmen mit. Denn so smart ein Phone auch sein mag, es lassen sich jede Menge Baustellen finden. Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die interessantesten Phones und Gadgets der weltgrößten Messe für mobile Technik!

Obgleich auf der alljährlich stattfindenden MWC in Barcelona viele große Hersteller ihre Neuheiten präsentieren, ist es doch Samsung, dem die meiste Aufmerksamkeit zuteil wird. Bereits Wochen und Monate vor Beginn der Messe wird über Samsung’s neuestes Topmodell des Jahres spekuliert. Und so groß das Interesse im Vorfeld, so groß auch der Raum, den der koreanische Hersteller während der Messe einnimmt. Kein Wunder, gilt Samsung in der Android-Welt und darüberhinaus als Motor der Smartphone-Innovation. Ob gleichberechtigt neben Apple oder nicht, darüber lässt sich wohl ewig streiten. Beim Galaxy S9 könnte man durchaus den Eindruck gewinnen, dort seien bestimmte iPhone X Features eingezogen.

Samsung Galaxy S9 verkaufen

Galaxy S9 – Samsung erobert mal wieder die Messe

Kurz zum Galaxy S9: die Spekulationen der vergangenen Monate haben sich größtenteils bewahrheitet. Es wird zwei Modelle geben, das Galaxy S9 und S9+, die sich in der Ausstattung weitestgehend ähneln. Einzig was den Arbeitsspeicher und die Kamera angeht, bietet das Plus-Modell mehr Features. Der Arbeitsspeicher beläuft sich auf 6 GB RAM statt auf 4 GB RAM und beim Knipser setzt das große Modell auf ein Dual-Kamera Setting mit zwei 12 Megapixel Sensoren. Damit sind Videoaufnahmen mit bis zu 960 Bildern pro Sekunde möglich – das ist einzigartig für eine Smartphone-Kamera. Darüberhinaus ist die Kamera für jedes Lichtverhältnis perfekt gerüstet, da die variablen Blendenöffnungen je nach Bedarf mehr oder weniger Licht in den Sensor hineinlassen. Die Frontkamera indes wird weiterhin den Iris Scanner zum entspannten Entsperren des Gerätes genutzt. Und wo wir gerade bei der Kamera sind: ein vom iPhone X bekanntes Feature zieht hier ein, nämlich Animoji. Samsung nennt sein Pendant „AR emoji“, mit dem man sein eigenes Ich in eine Comicfigur oder ein Tier verwandeln kann. Eine nette Spielerei ist das, mehr nicht.

Ein weitaus brauchbareres Feature der Kamera ist die Live-Übersetzung von beispielsweise Straßenschildern oder Speisekarten. Mit kaum zu spürender Verzögerung wandelt die Kamera dank Google Translate die aufgenommenen Fremdwörter in die eigene Sprache um. Das Feature ist zwar nicht neu, doch seine direkte Einbindung in die Kamera wird seine Nutzung durchaus steigern. Was das Galaxy S9 noch alles kann und bietet? Ein schickes Infinity Display Design (5,8 oder 6,2 Zoll) mit QHD+ Auflösung (2.960 x 1.440 Pixel), starke Achtkern-Prozessoren, Stereo-Lautsprecher von AKG, kabelloses Aufladen, ein Kopfhöreranschluss, bessere Gesichtserkennung und weiterhin ein Fingerabdrucksensor auf der Rückseite. Das Galaxy S9 und S9+ erscheinen ab dem 8. März für Vorbesteller und am 16. März im Handel. Preislich geht es los ab 849 Euro fürs Galaxy S9, während das Plus-Modell ab 949 Euro zu haben ist. Man darf gespannt sein auf erste Praxistests!

Handy mit USB

Weitere Highlights des Mobile World Congress

So, nun können wir den Platzhirsch Samsung hinter uns lassen und ein paar Blicke auf andere Messe-Highlights werfen. Vor allem im Bereich der Smartphone Accessoires haben zahlreiche Firmen ihre innovative Kraft demonstriert. Da gibt es beispielsweise den chinesischen Hersteller Vivo, der eine interessante Herangehensweise gefunden hat das „notch“-Problem zu lösen. Mit „notch“ ist übrigens der Teil des oberen iPhone X Displays gemeint, der die Frontkamera und Ohrmuschel beherbergt. Nicht ganz optimal gelöst wie manche Apple Fans finden. Vivo hingegen bringt die Frontkamera in seinem Apex getauften Smartphone in das Gehäuse unter. Wenn aktiviert, fährt sie aus dem oberen Gehäuserand innerhalb von nur 0,8 Sekunden heraus. Ein interessantes Konzept, das gerne andere Hersteller nutzen sollten. Vorausgesetzt das Patentrecht macht mit und es findet sich im Gerät genügend Platz dafür.

Noch interessanter und Geräte-unabhängig ist die Entwicklung des 5G Mobilfunknetzes. Während in Südkorea und in drei amerikanischen Städten die neue Generation Mobilfunk getestet wird, wurden auf dem MWC künftige Anwendungsfelder präsentiert. Dank den weitaus schnelleren Übertragungszeiten und größeren Datenmengen rücken Dinge wie Virtuelle Realtiät oder Autonomes Fahres näher. Inbesondere Intel zeigte seine neuen Chips, die irgendwann dieses Jahr in kommende Smartphones einziehen sollen. Die mobile Zukunft wird also mehr als spannend und der Kick-off startet dieses Jahr. Wir behalten die Messe weiter für euch im Auge und berichten von interessanten Innovationen und dem Neuesten vom Neuesten.