Mobile Gaming: Sony und Microsoft verpassen die neuen Trends

Auf der diesjährigen Consumer Electronic Show haben zwei ganz große Namen der Spielindustrie gefehlt, Sony und Microsoft. Dennoch gab es jede Menge Neuheiten in Sachen Gaming zu sehen, fühlen und miterleben. Das gab eher unscheinbaren Projekten die Chance, sich einer breiten Masse vorzustellen und zu zeigen, wie es auch anders gehen kann.

Diese CES hat leidenschaftlichen Spielern viel geboten, gar so viel, dass das Wegbleiben von Sony und Microsoft keine verheulten Augen hinterließ. Die Branche steht vor enormen Umbrüchen, sind herkömmliche Konsolen nicht mehr das Gelbe vom Ei. Neue Ideen, die das verhasste alte System mit teuren Spielen umwälzen, sind hoch im Kurs. Kein Wunder also, dass selbst die Grafikspezialisten von Nvidia eine eigene mobile Konsole namens Project Shield auf den Markt bringen wollen.

Auch Valve’s Steam Box verfolgt einen gänzlich anderen Ansatz. Der Betreiber der größten Spiele-Plattform will mit seiner Steam Box die altbekannten Konsolen durch seinen kleinen Mini-PC ersetzen, welcher Spiele aus der Plattform Steam bezieht und an den Fernseher überträgt. An alternativen Steuerungsmöglichkeiten wird ebenfalls fleißig gearbeitet, sodass ein Controller überflüssig werden könnte.

Man erkennt also viele Unternehmen, die direkt oder indirekt mit Videospielen zu tun haben und neue Konzepte entwickeln. Auf der anderen Seite beharren Sony und Microsoft darauf neue Konsolengenerationen zu bauen, anstatt die Entwicklungen im Mobilsektor als Zeichen des Wandels zu deuten. Vielleicht liegt es auch an der Inflexibilität eines riesigen Konzerns, dass eher die Massen der Spielern in das eigene Ökosystem integriert werden sollen, anstatt ihnen mehr Freiheiten zu bieten.

Dennoch besteht ein großes Interesse an den neuen Konsolen Xbox 720 und Playstation 4. Während Microsoft’s Ankündigung der neuen Konsole in den nächsten Monaten erwartet wird, ist man bei Sony um striktes Stillschweigen bemüht. Manche deuten das als schlechtes Zeichen, nämlich dass die Japaner auf einen Release in der Vorweihnachtszeit 2013 nicht vorbereitet seien. Wenn das zutrifft, dürften Spielentwickler weniger Zeit haben und somit würden die ersten Titel an Qualität einbüßen.

Dass eine nennenswerte Konkurrenz durch Apple’s App Store und Google’s Play Store entsteht, erscheint etwas weit hergeholt. Aber wie viele Spiele bekommt man für Android oder iOS anstatt ein Konsolenspiel für rund 60 € zu kaufen? Die Antwort lautet: Einige!

Was denkt Ihr? Werden sich Konsolen wie die Playstation und Xbox halten können oder werden wir in Zukunft nur noch auf Smartphone und Tablet zocken?

Quelle: theverge.com