Gorilla Glass war gestern – Saphir soll Displays unzerbrechlich machen

Eines der häufigsten Probleme mit denen sich Besitzer von Smartphones und Tablets konfrontiert sehen, sind zerkratzte oder zerbrochene Displays. Eine kleine Unaufmerksamkeit und schon klatscht das schöne iPhone auf den Pflasterstein. Hersteller von bruchsicheren Displays, der bekannteste dürfte Gorilla Glass sein, könnten künftig ein anderes sehr widerstandsfähiges Material einsetzen: Saphir.

Während Ende diesen Jahres mit dem neuen Gorilla Glass 3 gerechnet wird, dessen Strapazierfähigkeit auf atomarem Level verbessert wurde, schielen Experten bereits in Richtung Saphir für Mobilgeräte. Bereits jetzt wird der natürliche Kristall dazu verwendet, Fenster von Militärfahrzeugen zu panzern und sie gleichzeitig transparent zu halten. Beste Voraussetzungen für bruchsichere Displays also.

Saphir ist um Vergleich zu Gorilla Glass 2, das unter anderem im Galaxy S3 verbaut ist, dreimal schwieriger zu zerbrechen und dreimal so widerstandsfähig gegenüber Kratzern. Deshalb setzt es Apple als Schutz für die Kamera des iPhone 5 ein. Ein ausgiebiger Einsatz ist jedoch finanziell derzeit nicht zu machen, denn Saphir kostet rund zehnmal so viel wie Gorilla Glass.

Wenn sich jedoch mehrere Hersteller auf den Kristall stürzen, könnte der Preis schnell nach unten purzeln und großflächig eingesetzt werden. Als Übergangsphase wäre ebenfalls denkbar, dass Gorilla Glass mit einer dünnen Schicht Saphir verstärkt wird. Das wäre die derzeit denkbare Win-Win-Situation, mit kratzfesterem Display zu nicht all zu teuren Materialkosten.

Auf den letzten Messen für mobile Technik konnte man bereits die Smartphones der Zukunft bestaunen. Vollkommen transparent und aus biegsamen Displays gefertigt, könnte Saphir für ein wenig Verstärkung sorgen.

Quelle: androidheadlines.com Bildquelle: zdnet.de