Google Nexus – Kein Tablet, aber zwei Phones von LG und Huawei

Google Nexus 6

Google hat das Prinzip des „Nexus“-Programmes im Laufe der Zeit grundlegend verändert. Aus den günstigen Einsteigergeräten mit unbehandeltem Android (Vanilla Android) sind leistungsstarke High-End Smartphones geworden, die preislich oben angesiedelt sind. Sinkende Umsatzzahlen der Nexus-Geräte scheinen in Mountain View ein Umdenken eingeleitet zu haben, weshalb es dieses Jahr gleich zwei Nexus Phones geben wird: Ein großes teures und ein kleines günstiges.

Aus verlässlichen Quellen will der US-Blog AndroidPolice erfahren haben, dass die beiden Nexus Geräte von zwei Herstellern gefertigt werden. Mit LG hat man einen zuverlässigen Partner ins Boot geholt, der bereits das Nexus 5 (Oktober 2013) sowie das Nexus 4 (November 2012) für Google produziert hat. Gänzlich neu wird der Auftritt des chinesischen Herstellers Huawei sein. Hierzulande weniger bekannt, gehört Huawei in China zu den Top 3 der Smartphone-Hersteller.

Jedenfalls werden beide Phones intern „Angler“ (LG) und „Bullhead“ (Huawei) genannt. Während LG ein 5,2 Zoll Phone baut und sich dieses an die alte Philosophie günstiger aber starker Phones orientiert, liefert Huawei mit einem 5,7 Zoll Phone das Kraftpaket ab. Zu den bisher bekannten technischen Daten:

Google Nexus 5

Das Huawei Phone besitzt einen 5,7 Zoll Display mit noch unbekannter Auflösung, während es von einem Snapdragon 810 Octacore-Prozessor angetrieben wird. Die Akkukapazität beläuft sich auf satte 3.500 mAh. Zum Vergleich: Samsung’s neuestes Topmodell Galaxy S6 besitzt einen 2.550 mAh fassenden Akku. Das Nexus Phone aus dem Hause LG hat derweil einen 5,2 Zoll großen Bildschirm mit ebenfalls unbekannter Auflösung und wird von einem Snapdragon 808 Hexacore-Prozessor (Sechs Rechenkerne) angetrieben. Der Akku soll 2.700 mAh fassen. Preislich dürfte sich zumindest das große der beiden Modelle an den Vorgänger Nexus 6 orientieren, das 599 Euro beim Marktstart im Oktober 2014 kostete.

Ob es Google gelingt die Attraktivität der Nexus Reihe aufs Neue anzufachen? Was für ein Nexus Gerät spricht sind das unbehandelte Android sowie die schnelle Bereitstellung von Updates. Smartphones anderer Hersteller sind mit sogenannter „Bloatware“ verfrachtet und neue Updates lassen oft Monate auf sich warten. Wenn die Preise des 2015er Nexus Line-ups moderat sind, dürften auch die Umsätze wieder steigen. Bis zum Herbst vergeht noch einige Zeit und bis dahin dürften noch weitere interessante Infos auftauchen.