Google Glass – Die erweiterte Realität in Zahlen

Die Datenbrille von Google, genannt Glass, ist derzeit sehr begehrt und nur wenigen ausgewählten Testern zugänglich. Diese dürfen in den nächsten Tagen mit der Auslieferung ihrer 1500 $ teuren Investition rechnen. Unterdessen teilte der Suchmaschinenriese mit, welche Hardware eingesetzt wird und was die Apps für Bedingungen erfüllen müssen.

Google Glass löst mit 640 x 360 Pixel auf, was sich auf den ersten Blick recht wenig anhört. Da das Display der Brille unmittelbar vor dem Auge liegt, entspricht dies einer Full HD Auflösung. Google vergleicht dies mit einem Blick auf einen Full HD Fernseher mit 25 Zoll aus einer Entfernung von zweieinhalb Metern. Zudem können mit der Datenbrille Bilder mit 5 Megapixel und Videos mit 720p aufgenommen werden.

Da man mit der Datenbrille künftig auch Anrufe entgegennehmen soll, hat sich Google hier etwas Innovatives einfallen lassen. Der Sound kommt nicht über Kopfhörer, sondern wird durch Schwingungen über den Schädelknochen ans Ohr übertragen. Ohne es selbst ausprobiert zu haben, ist die Vorstellung dieser Methode der Tonübertragung schwer vorstellbar.

Auch wenn die Brille irgendwann den Status eines Massenproduktes erlangen wird, passt sie sich den einzelnen Nutzern individuell an. Die beiden Nasenpads sind flexibel und können in zwei Größen geordert werden. Vom Design her ist sie ohnehin schlicht gehalten und soll laut Google auf jedem Gesicht gut aussehen.

Glass wird über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden, hierbei wird allerdings das mobile Betriebssystem Android 4.0.3 Ice Cream Sandwich vorausgesetzt. Auf das Smartphone wird schließlich die App „MyGlass“ installiert, mit der man GPS und Textnachrichten an die Datenbrille sendet. Erste Tests bescheinigen Google Glass eine Laufzeit von einem Tag, bevor es per Micro-USB aufgeladen wird.

An 2000 Personen wird die Brille nun ausgeliefert, darunter Technik-Experten, Journalisten und zahlungsfreudige Interessierte. Anhand dieser Praxiserfahrung wird Google wissen, wo etwas nachzubessern und wie die Brille mit dem Alltag zu vereinen ist.