Galaxy S9 – Samsung setzt alles auf die Kamera

In wenigen Wochen wird Samsung der Welt seinen neuesten Wurf vorstellen. Das Galaxy S9 und größere Galaxy S9+ werden aller Voraussicht nach im Rahmen des Mobile World Congress Ende Februar präsentiert. Und zwei Wochen darauf sollen sie im Handel erscheinen. Unbekannt sind die beiden nicht, was den zahlreichen Leaks zu verdanken ist. Ob der koreanische Hersteller noch etwas interessantes zeigen kann?

Wer mit dem Galaxy S9 auf ein brandneues Design gehofft hat, wird enttäuscht. Die neue Generation wird übereinstimmenden Berichten zufolge optisch dem Vorgänger Galaxy S8 folgen. Dem koreanischen Hersteller wird daraus allerdings kein Vorwurf gemacht, da das Galaxy S8 optisch neue Maßstäbe gesetzt hat. Kein Wunder also, dass Samsung hier keine mitunter riskanten Anpassungen vornimmt. Es bleibt also alles beim gleichen: eine vollverglaste Front mit dem „Infinity Display“, abgerundete Kanten sowie Glas als Material für die Rückseite. Übrigens, hier hat Samsung auf anhaltende Kritik reagiert und wird mit dem Galaxy S9 den Fingerabdrucksensor unter und nicht neben die Kamera platzieren. So ist dieser bequemer zu erreichen und die Gefahr geringer die Kameralinse mit den Fingern zu beschmieren.

Die größten Änderungen finden demnach unter der Haube und an der Kamera statt. Lange wurde gemutmaßt, ob Samsung auf ein Dual-Kamera Setting setzt wie andere Hersteller es vorgemacht haben. Wie es scheint, erhält lediglich das größere Galaxy S9+ ein solches Setup, während das Standardmodell eine einfache Kamera erhält. Das sagt jedoch wenig über die Qualität aus, da es bei Kameras nicht ausschließlich auf die Anzahl der Megapixel ankommt. Insgesamt scheinen die Koreaner ihren Fokus auf die Kamera gesetzt zu haben, was einer kürzlich live geschalteten Samsung Website zu entnehmen ist. Dort werden innovative Kameratechnologien im Detail präsentiert und beschrieben welche Vorteile sie den Hobbyfotografen bringen.

Samsung bezeichnet seine Kameratechnologie als „Isocell“ und hat spezielle Module für unterschiedliche Anwendungen entwickelt. „Isocell Bright“ etwa ist am besten für Umgebungen oder Motive mit wenig Licht geeignet, während „Isocell Slim“ ein schlankes Modul beschreibt, das für schlankere Geräte vorgesehen ist. Wahrscheinlich aber ist, dass das Galaxy S9 das „Isocell Fast“-Kameramodul erhält. Mit diesem können Videoaufnahmen in Super Slow Motion aufgezeichnet werden, was bei Full HD in 480 Bildern pro Sekunde resultiert. Somit sollen verschwommene Aufnahmen auch schnell beweglicher Motive verhindert werden.

Dass Samsung sein Marketing fürs Galaxy S9 auf die Kamera fokussiert liegt nahe. Rein technische Verbesserungen unter der Haube sind weniger geeignet, um die Kundschaft zu überzeugen. Das mag daran liegen, dass auch ein oder zwei Jahre alte Phones flüssig laufen, sodass der Bedarf nach mehr CPU-Leistung und Arbeitsspeicher geringer ausfällt. Aber Samsung wäre nicht Samsung, wenn es nicht jedes Jahr aufs Neue die interne Technik aufrüstet. In rund einem Monat wissen wir alles sehr genau, sobald die Koreaner den Schleier über ihr neuestes Topmodell lüften.

Bild: bgr.com, samsung.com, weibo.com

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