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FLIP4NEWS: Meta SpaceGlasses – Was ist Augmented Reality?

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Schon mal was von Space Glasses gehört? Hierbei geht es nicht um einen neuen Science Fiction Film, sondern um eine interaktive Brille der Firma Meta aus New York.

Augmented Reality heißt hier das Schlagwort. Die Space Brille kann virtuelle Gegenstände in seine Umgebung projizieren und so interaktive Handlungen durchführen lassen. Das bedeutet, dass Gegenstände bewegt und verändert werden können. Infrarot – und Tiefenkameras, sowie Beschleunigungs – und Bewegungsensoren machen dies möglich. Die beiden Kameras erfassen die Position der Hände, so dass diese virtuelle Gegenstände bewegen können. Um die Entfernungen abschätzen zu können, erleuchten sogar die Fingerspitzen.

Wofür soll die Brille sein? Auf youtube gibt es von dem Hersteller Videos über den Einsatz der Brille. Dort sieht man z.B. wie zwei Spieler ihre Figuren auf einem virtuellen Schachbrett bewegen und wie eine Frau eine in der Luft schwebende Vase modelliert, die sie dann in einen 3-D-Drucker stellt.  In einem anderen Video geht der Protagonist mit der Brille ins Internet, ruft eine virtuelle Tastatur auf und nutzt diese, erstellt Vorlagen etc.

Das Bild, welches die Datenbrille erzeugt, hat eine Auflösung von 960 x 540 Pixeln für jedes Auge. Die Entwicklerversion muss an den Rechner angeschlossen werden und erfordert einen HDMI-Ausgang und einen USB-Anschluss. Sie wiegt 300 Gramm. Derzeit wird nur Windows als Plattform unterstützt. Weitere Betriebssysteme sollen folgen.

Wo wird Augmented Reality bereits eingesetzt? Hier einige Beispiele:

Unter Wasser: Durch ein wasserfestes Display vor der Taucherbrille und mit Einsatz speziell markierter Symbole bekommt der Taucher virtuelle Objekte ins vormals leere Becken eingeblendet. Die nötige Rechenleistung übernimmt ein ultramobiler PC (UMPC), den der Schwimmer in einem Rucksack mit sich führt.

Beim shoppen: Der „Webcam Social Shopper“ von Zugara: kann Mithilfe eines dem Artikel zugefügten Barcode-Symbols, welches der potenzielle Käufer bei der „Anprobe“ vor dem Körper hält, Kleidungsstücke virtuell anprobiert werden.

Als Spiel: Mit dem „Eye Toy“ hat Sony Augmented Reality zur Unterhaltung auf heimischen Spielkonsolen erschlossen. So erkennt die „PlayStation Eye“-Kamera im PS3-Spiel „The Eye of Judgement“ verwendete Spielkarten und setzt sie für Gefechte ins Spiel ein. Ein anderes Beispiel ist das „EyePet“: Hier kann der Spieler direkt mit einem virtuellen Haustier interagieren und es etwa durch eigene Handbewegungen streicheln.

Interaktives Buch: In einer Kooperation des Verlags wissenmedia und des Software-Unternehmens metaio ist der Weltatlas „Atlantica“ erschienen. Mithilfe der bereitgestellten Software und einer Webcam können hier abgebildete Gebirgszüge oder Landschaften dreidimensional und von allen Winkeln betrachtete werden.

Als Verkaufsdemonstration: Das Unternehmen LEGO reagiert hat in einigen Geschäften Vorschaumonitore installiert. Wird diesen eine Verpackung des Herstellers vorgehalten, präsentieren sie ein dreidimensionales Abbild des fertigen Modells – frei drehbar und teilweise sogar animiert.

Smartphones: mit der Kamerafunktion können ortsbezogene Daten und Informationen angezeigt werden. Mithilfe unterschiedlicher Plug-ins kann sich der Nutzer sofort die aktuelle Adresse, den Preis einer Immobilie oder die Lage des nächstgelegenen Clubs oder Fast-Food-Restaurants anzeigen lassen.

Flugzeuge: Ins Sichtfeld eines Piloten werden darin wichtige Informationen wie Geschwindigkeit oder aktuelle Flughöhe eingeblendet, ohne dass der Pilot seinen Blick abwenden muss.

Automobilindustrie: bei BMW oder Saab erhält ein Fahrer eine Parkhilfe, ohne den Blick von der Parklücke abwenden zu müssen, direkt auf die Windschutzscheibe eingeblendet. Die Instandhaltung eines modernen Autos wird immer komplizierter, so dass Firmen wie BMW oder VW mit Augmented-Reality-Brillen, die Mechaniker bei ihrer Arbeit unterstützen sollen, arbeiten. Diese speziellen Brillen sollen selbsttätig das Automodell erkennen und ihrem Träger beispielsweise während der Arbeit eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Warten des Motors einblenden. Dabei wird nicht nur der nächste Arbeitsschritt visuell eingeblendet, sondern auch die nötige Information gegeben, welches Werkzeug als nächstes verwendet werden soll.

Medizin: Chirurgen mit Röntgenblick: Mithilfe von Augmented Reality bietet sich Ärzten die Möglichkeit, während einer Operation ihre Wahrnehmung zu erweitern. So ist es etwa möglich, zuvor aufgenommene CT-Scans während eines Eingriffs über dem Körper des Patienten eingeblendet werden. Medizinische Operationen können dadurch präziser und effizienter ausgeführt werden.

Kommen wir zurück auf die Datenbrille „für alle“. Bereits in 21014 soll die neue Technik auf den Markt kommen – vielleicht sogar vor der Google Glass.

 

 

Bildquelle: META