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FLIP4NEWS: 3D-Drucker – Die nächste Industrielle Revolution im eigenen Heim?

3D Systems 3D Drucker

Vergangenes Jahr erst trat die 3D-Drucktechnik ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit und von den ersten noch unbeholfenen und langsamen Maschinen sind wir bereits weit entfernt. Ohne Übertreibung kann behauptet werden, dass 3D-Drucker die Welt in unzähligen Bereichen revolutionieren werden. Auf der am 10. Januar ausgelaufenen Consumer Electronics Show in Las Vegas wurden die neuesten Gerätschaften demonstriert, die in Zukunft sogar das Kochen obsolet machen könnten.

Pizza aus dem 3D-Drucker? Süßigkeiten, die per Stift in Form und Farbe gebracht werden? Was auf den ersten Blick wie der Replikator aus der Star Trek Saga anmutet, ist lediglich wenige Jahre entfernt und wird laut Ökonomen die nächste Industrielle Revolution einläuten. Man stelle sich nur vor, zerschossene Elektronik eines Computers oder fehlende Möbelteile selbst herzustellen – und das bequem in den eigenen vier Wänden. Unglücklicherweise erlangte die 3D-Drucktechnik unrühmliche Bekanntheit, als in den Vereinigten Staaten selbsternannte Individualisten Teile von Schusswaffen nachbauten und diese sogar zum Abfeuern brachten. Da sie aus Plastik bestehen, können sie nicht durch Metalldetektoren aufgespürt werden.

Nichtsdestotrotz werden 3D-Drucker, die aktuell nur von Architekten, Entwicklern und der Industrie genutzt werden, im Laufe der Zeit erschwinglicher und funktionsfähiger. Die Schwierigkeiten, die eine massenhafte Verbreitung der 3D-Drucker verhindern, liegen nicht nur im Preis. Die Materialien, mit denen solch ein Gerät bestückt werden kann, müssen noch erfunden und gerätetauglich gemacht werden. Denn um eine Pizza herzustellen, kann nicht einfach Mehl, Tomatenmark und Käse in den Drucker gekippt werden.

Auf der CES präsentierte das US-Unternehmen 3D Systems seinen nach eigenen Angaben bereits benutzerfreundlichen „Chef Jet“. Schicht für Schicht druckt das Gerät aus Wasser und Trockenpulver jede gewünschte Form von Süßigkeiten. Erste Geschmacksproben sind geglückt und mit einem Preis von unter 5.000 US-Dollar wird der Essensdrucker in der ersten Jahreshälfte in den Handel gehen. Klar, dass dieses Gerät an erster Stelle an Bäcker und Konditoren gerichtet ist. Die müssen allerdings nicht um ihren Job fürchten, denn mit einer Dauer von einer Stunde für eine Höhe von rund 2,5 cm ist jede menschliche Hand flotter am Werk.

Bild: 3dsystems.com