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FLIP4EWS: Richtet sich Intel neu aus?

Bekannt wurde Intel als Chip Weltmarktführer. Doch wo will Intel hin? Der Technologiekonzern profitiert vom Trend hin zum „Internet der Dinge“. Ersichtlich wird dies durch die Neuvorstellungen auf der diesjährigen CES in Las Vegas und dem Mobile World Congress in Barcelona. Hier die Interessantesten kurz dargestellt:

Merrifield & Moorefield

Hier handelt es sich um die neuen Dual-Core-SoCs (System on a Chip) und Quad-Core-SoCs. Diese Plattformen sollen dem Snapdragon 800 von Qualcomm den Kampf ansagen.

Bei der 3-D-Grafikberechnung gewinnt der Snpadragon gegen Merrifield – Moorefield zieht gleich. Allerding was die Web-Geschwindigkeit anbelangt, kann Intel klar punkten. Zum Beispiel laufen Anwendungen wie Video-Streaming mit Merrifield doppelt so schnell als mit dem Konkurrenten.

EDISON

Intel baby

In der Form einer SD Speicherkarte fungiert Edison als Minicomputer. Dieser besteht aus zwei x86-Kernen und bietet WLAN und Bluetooth. Als Einsatzmöglichkeit sieht der Chipriese den Bereich „Wearables“ vor.

Sensoren in der Kleidung messen verschiedene Werte und übermitteln diese an ein mit Edison bestücktes Gerät. Das System selbst sammelt und analysiert alle Daten und informiert dann den Nutzer. Zur „Babyüberwachung“ könnte es gut eingesetzt werden, um Temperatur, Atmung und Puls zu messen.

Eine Art Smartwatch ist ebenfalls im Gespräch, welche mit smart Geofencing „Alarm“ schlägt, sollte der Träger „vom angedachten Weg abweichen“.

Das bereits vorgestellte Bluetooth Headset „Jarvis“, soll die Spracherkennungsaufgaben völlig ohne Internetzugriff bewältigen können. Somit sind Reaktionen auf Befehle des Besitzers auch im Offline-Betrieb möglich. Intel plant, die Spracherkennungslösung an Smartphone-Hersteller zu verkaufen.

„RealSense“Die etwas andere Computermaus.

Intel will mit einer neuartigen Kamera die Bedienung von Computern vereinfachen. Diese könne Gegenstände dreidimensional erfassen, Handbewegungen erkennen und auch Gesichtsausdrücke unterscheiden. Wink- und Wischbewegungen vor der Kamera sind nichts neues, hat doch Microsoft mit Kinect diese Technik bereits im Einsatz. Aber Intel will weitergehen: Erstens sollen Nutzer auch mithilfe einer Gesichtserkennung Programme steuern können, indem sie nach rechts oder links schauen. Selbst Mimik soll die Kamera erkennen können. Zweitens will Intel neben der Kamera auch die Spracherkennung  „Dragon Assistant“ von Nuance in die Computer integrieren.

Warum macht der Chipriese das alles? Ganz einfach – die Umsätze mit PC-Chips sinken – sehen und hören wir doch überall, dass die Tablets & Smartphones den klassischen PC verdrängen. Die Zukunft liegt in der Kommunikation von Maschine zu Maschine (M2M) und gerade hier setzt Intel an: beim „Internet der Dinge“.

INtel internet der dinge