Facebook Gesichtserkennung adé – Funktion abgeschaltet, Daten gelöscht

Die automatische Gesichtserkennung auf Facebook hatte für massive Datenschutzbedenken gesorgt. Mit dieser Funktion konnte man im größten sozialen Netzwerk auf Fotos markiert werden. Das wäre nicht so schlimm, würden dabei nicht biometrische Daten gesammelt und den Profilen zugeordnet. Facebook lenkte bereits im letzten Jahr auf Druck der Europäer hin ein, nun scheinen die gesammelten Daten tatsächlich gelöscht.

Der Hamburger Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit sowie der irische Data Protection Commissioner bestätigten unabhängig voneinander, dass die Funktion zur Gesichtserkennung abgeschaltet sowie die gesammelten Daten gelöscht wurden. Ein Erfolg der Europäer im Kampf um die Sicherheit der Nutzerdaten des sozialen Netzwerks.

Nach Untersuchung des Quellcodes von Facebook, war ersichtlich, dass die biometrischen Daten der Nutzer nicht mehr auf den Servern des Netzwerks liegen. Bereits im Oktober letzten Jahres wurden die Daten europäischer Nutzer gelöscht. Somit kam Facebook den Europäern mehr als entgegen, da die Iren beispielsweise nur eine Anpassung der Datenschutzrichtlinien forderten. Sollte die Funktion wieder eingeführt werden, drohte das Hamburger Institut mit einem gerichtlichen Verfahren.

Es ging weniger um die Funktion an sich, als um die fehlende Einbindung der über 900 Millionen Nutzer. Ihnen wurde die Gesichtserkennung aufgedrängt ohne eine direkte Einwilligung zu fordern. Vielleicht würde ein wenig mehr Demokratie im größten sozialen Netzwerk für weniger Ärger mit Behörden sorgen.

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Quelle: theverge.com