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Ein Haus per 3D-Druck – die Revolution im Baugewerbe?

Amsterdamer Architekten wollen es wissen: ist es möglich, per 3D-Druck ein Haus zu bauen? Das Projekt ist tatsächlich gestartet und nennt sich “3D Print Canal House“. Im Grunde handelt es sich um eine Art Forschungsprojekt. Der Zeitfaktor und das Material sind eine Herausforderung. Momentan benötigt der Drucker eine Woche für eine Wand. Das Material müsste zukünftig eine erneuerbare, nachhaltige und widerstandsfähige Lösung sein, so die Architekten von „Dus“. Der überdimensionale Drucker „KamerMaker“ (was so viel heißt wie „Zimmer Macher“) lässt riesige Bauteile entstehen, welche dann zusammengesetzt werden.

Ziel des Projektes ist nicht in erster Linie ein funktionsfähiges Haus zu drucken, sondern das Potential der Maschine aufzuzeigen und auszuloten. Drei Jahre geben sich die Architekten von „Dus“ Zeit, den Bau fertigzustellen.

Auf der anderen Seite des großen Teiches wird ebenfalls an der Idee gefeilt – allerdings ein wenig anders.

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An einem großen Gerüst soll eine Düse angebracht werden, die den Beton exakt nach den Vorgaben eines Computermodells auf den Grundriss des Hauses aufträgt. Auf Schienen fährt ein Roboter entlang, um die einzelnen Betonschichten des Modells übereinander aufzutragen. Diese Technik, an der Wissenschaftler der University of Southern California arbeiten, nennt sich „Contour Crafting. Sobald der Grundriss des Hauses steht, erledigen Menschen den Rest und setzen Fenster und Türen ein.

Spannend  bleibt, was 3D-Drucker alles erschaffen oder „reparieren“ bzw ersetzen können – egal ob im Baugewerbe, in der Medizin oder in der Lebensmittelbranche.