Die Welt von Nokia – der Abschied von den Handys

Wer wusste, dass die berühmten Finnen 1865 mit Papiererzeugnissen gestartet sind? Interessant ist auch, dass später zunächst Gummistiefel und Radmäntel produziert wurden. Erst 1967 ist das uns bekannte Nokia Unternehmen entstanden. Es dauerte nochmals 20 Jahre, bis das erste tragbare Mobilfunktelefon auf den Markt kam.

Von 1998 bis 2011 war Nokia der weltgrößte Mobiltelefonhersteller und wurde dann in 2012 von Samsung abgelöst. Doch schon in 2008 begann der Marktanteil der Finnen rapide zu sinken und große Verluste wurden eingefahren. Telefone mit dem hauseigenen Betriebssystem Symbian wurden schlecht angenommen, so dass der Konzern das System Windows Phone einsetzte.

Im Herbst 2013 gab Nokia dann bekannt, seine Handysparte an Microsoft zu verkaufen. Seit dem 25. April 2014 gehören die Finnen mit ca. 25.000 Mitarbeitern nun zu Microsoft. Über Nacht wurden Schilder und Namen ausgetauscht. Die Marke Nokia wird wohl vom Handymarkt verschwinden. Laut techcrunch.com, gab der US Soft – und Hardwareriese zumindest den „Arbeitstitel“ bekannt: Microsoft Mobile Oy.

Was bleibt von Nokia? Das Netzwerkgeschäft Nokia Solutions and Networks (NSN), der Kartendienst Nokia Here (Navigation) und ein riesengroßes Patent-Portfolio bilden nun den Konzern. Es werden immer noch mehrere Milliarden Euro Umsatz im „Restkonzern“ erwirtschaftet. So beläuft sich der Umsatz 2013 von NSN auf 3,1 Milliarden Euro, Patente liegen bei 121 Millionen Euro und die Navigationssparte setze 254 Millionen Euro um.