Die größten Technik-Mythen – Wir klären Euch auf

Es gibt sie überall und nicht nur in der Technikwelt, die Mythen. Man hört sie so oft und das über Jahre hinweg, dass sie zum festen Wissensstand eines jeden technikaffinen Menschen gehören. Jeder von uns kennt die Sprüche „Hab ich letztens im Fernsehen gesehen“ oder „der Freund eines Freundes hat gesagt…“, die auf seriöse Quellen deuten sollen. Wir räumen heute auf mit dem falschen Wissen und bieten Euch die Möglichkeit, Eure Freunde und Bekannte mit dem „richtigen“ Wissen zu beeindrucken.

 

Viren können iMacs nichts anhaben

Auf der Apple-Homepage hat man jahrelang damit geprahlt, dass die eigenen Rechner besser wären als die, die Microsoft herstellt. Das wurde damit begründet, dass iMacs und Co. sich schwerer mit Viren anstecken lassen konnten als Windows-Rechner. Es mag mal gestimmt haben, aber seit einigen Monaten hat Apple diese Aussage von ihrer Homepage entfernt, weil in letzter Zeit verstärkt Angriffe auf das Mac OS stattgefunden haben. Antivirushersteller Sophos hat festgestellt, dass wohl auf 2,6 % der Macs Viren gefunden wurden, über die ein Antivirus-Scanner gelaufen ist. Spricht also nicht gerade dafür, dass Apple Macs sicherer sind als Microsoft’s Windows.

 

Viele Megapixel = Besseres Bild?

Beim Kauf einer Kamera ist der erste genannte Wert die Anzahl der Megapixel. Oft lässt man sich dadurch in die Irre führen, denn viele Megapixel bedeutet nicht gleich ein besseres Bild. Denn: Viele Megapixel werden dann gebraucht, wenn das Bild ausgedruckt, vergrößert und als Poster irgendwo aufgehangen werden soll. Dann ist es wichtig, dass beim Vergrößern des Bildes keine unsauberen Kanten entstehen oder die einzelnen Bildpunkte zu groß sind und das Bild schließlich verschwommen wirkt.

Es kommt in erster Linie auf den Lichtsensor an. Dieser ist bei Smartphones deutlich kleiner als bei digitalen Spiegelreflexkameras, aber beide sammeln das einfallende Licht ein. Die Mikrokanalplatte wandelt dann Elektronen in Pixel um und schon entsteht ein Bild. Doch hat man einen kleinen Sensor, sind am Ende auch die Pixel kleiner. Im JPEG-Format mögen die Bilder groß sein und auch gut aussehen, aber sie sind nicht fein und schön.

Es kommt also auf einen großen Lichtsensor an, den es derzeit nicht bei Smartphones zu finden gibt. Auch sollte man sich bei einer Kamera die Lichteinstellungen und Farbbereiche genauer anschauen. Das ist garantiert besser, als nur auf die Megapixel zu schauen.

 

Apps schließen und der Akku hält länger

Das dürften vor allem iPhone-Nutzer kennen: um den Akku zu schonen werden alle Apps mit dem doppelten Tippen auf den Homebutton geschlossen. Doch die angezeigten Programme laufen erstens gar nicht und zweitens verbrauchen sie auch keinen Saft. Es handelt sich dabei lediglich um die am meisten benutzten Apps auf dem iPhone verkaufen. Denn beim Schließen einer App durch den Homebutton, fährt diese nach wenigen Sekunden automatisch herunter. Also spart Euch die Mühe und Zeit, denn Euer iPhone macht das schon für Euch.

Quelle: huffingtonpost.com, blog.erento.com (Bild)