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Der Mac Pro lebt – Apple liefert 2018 „modularen“ PC aus

Das schicke, starke und zylinderförmige Mac Pro wurde jetzt einige Jahre nicht aufgefrischt, sodass man schon die Einstellung des Apple Computers fürchtete. Dem ist aber nicht so, wie Apple jetzt mitteilte. Pläne stehen bereit für das 2018er Revival des Computers. Und um ihn für potentielle Käufer langfristig attraktiv zu machen, wird er „modular“ gestaltet, sprich einzelne Komponenten lassen sich ausbauen und aufrüsten.

Apple wird den Mac Pro „gänzlich überdenken“, das teilte Apple’s Marketingchef Phil Schiller einer ausgewählten Gruppe Journalisten mit, die nach Cupertino eingeladen wurden. Dass Apple auf diesem Wege ein neues Produkt ankündigt ist eher ungewöhnlich, erwartet man doch eher ein Event für das immer noch großes Interesse weckende Mac Pro. Jedenfalls ist seit 2013 nichts mehr passiert und manch einer fragte sich schon, ob die Mac Pro Familie eingestampft wurde. Ganz im Gegenteil, denn laut Schiller sitzt bereits ein Team am Redesign des Computers, der vornehmlich an professionelle Nutzer gerichtet ist.

Um dem Zugzwang permanent und regelmäßig aufgefrischten Computern zu entgehen, setzt Apple mit dem neuen Mac Pro auf eine modulare Architektur. Für andere Apple Geräte untypisch wird man beim Mac Pro einzelne Komponenten ausbauen und durch aktuellere Einzelteile ersetzen können. So kann eine mittlerweile alte Grafikkarte durch eine neue ersetzt werden, ohne die restlichen Komponenten wie Prozessor, Arbeitsspeicher und Co. anzurühren. Dadurch haben Nutzer die Möglichkeit genau jene Teile aufzufrischen die sie benötigen, was letztlich die Lebenszeit eines Mac Pro deutlich erhöht. Denn Gehäuse, Netzteil oder Mainboard können getrost länger genutzt werden als etwa der Arbeitsspeicher, der im Laufe der Jahre schnell an seine Grenzen geraten kann. Daneben wird es auch ein „Pro Display“ geben, das man dem modularen Mac Pro beistellen kann. Beide sollen 2018 erscheinen, ein genaueres Datum wurde nicht genannt.

Apple Mac Pro 2

Die Ankündigung kommt zu einem für Apple kritischen Punkt, zumindest was professionelle User anbelangt. Diese fühlen sich seit Längerem von Apple vernachlässigt, was sich auch im Unmut um das neue MacBook Pro zeigte. Obwohl das MacBook Pro eine Kraftmaschine ist, war die nicht erweiterbare Grenze von 16 GB RAM für manchen Kreativen zu wenig, die teils mehr Rechenkraft benötigten. Diese Nutzer sollen nun mit dem kommenden Mac Pro adressiert werden.

Indes wurde das bestehende Mac Pro etwas aufgefrischt und besitzt nun einen Intel Xeon Prozessor mit sechs Rechenkernen sowie einen AMD G500 Grafikchip. Wer also nicht bis nächstes Jahr warten möchte, erhält mit dem aktuellen Mac Pro etwas mehr Performance. Wen dieser Apple Computer überhaupt nicht interessiert, der dürfte sich über neue iMacs freuen, die ebenfalls nächstes Jahr erscheinen sollen. Gut möglich, dass jetzt wo Apple die Ankündigung gemacht hat, das Thema die nächsten Monate erstmal ruht. Denn im September soll das Jubiläums-iPhone erscheinen und das Interesse an jedwede Information über Apple’s Neuen ist knappe sechs Monate vor der Präsentation gewaltig groß.

Bild: appleinsider.com