Google-Samsung-Chromebook

Chromebook – Warum Minimal-Features auch erfolgreich sind

Das Samsung Chromebook ist ideal für kleine Brieftaschen und Gelegenheitsnutzer

Wer hätte den Chromebooks solch großen Erfolg zugesprochen? Beinahe niemand, da die Kritik lauter zu vernehmen war als der Lob. Doch scheinen die Chromebooks aus dem Hause Google ihre Käufer gefunden zu haben. Kein Wunder, kosten die Notebooks ja auch weniger als 300 €.

Gemeinsam mit Acer und Samsung brachte Google das Chromebook weltweit auf den Markt. Bemängelt wurde allen voran die schwache Hardware und die auf das Internet angepassten Funktionen. Mit einem Chromebook lassen sich keine großartigen Spiele spielen und Daten werden ausschließlich auf der Cloud gespeichert. Doch sollte man hinterfragen, wofür das Chromebook überhaupt gemacht wurde und warum es nur 300 € kostet.

Laut einer aktuellen Erhebung durch die Marktforscher der NPD Group, beziffern sie den Marktanteil der Chromebooks auf satte 25 % des Notebook-Marktes unter 300 €. Das ist eine erstaunliche Entwicklung, bedenkt man einen Anteil von lediglich 5 % Anfang des Jahres. Der Erfolg dürfte einem Mix aus günstigem Preis, sehr schnellem Hochfahren und langatmigem Akku zuzusprechen sein. Alles Eigenschaften, die man für das mobile Arbeiten benötigt.

Alle Programme werden auf dem vorinstallierten Browser Chrome gestartet und verwendet. Trotz der leistungsmäßigen Beschränkung durch die Hardware, laufen die Programme flüssig, da die Rechenleistung auf den Google Servern erbracht wird. Updates werden auch automatisch aufgespielt, ohne dass sich der User um etwas zu kümmern hat.

Ein Samsung Chromebook bekommt man für 299 €, eines von Acer gar für 249 €. Vergleichbare Notebooks mit Windows 8 dürften preislich doppelt so teuer sein.

Das Chromebook zeigt deutlich, dass die Nutzer doch Vertrauen in die Cloud haben und dass selbst jüngste Enthüllungen um Abhöraffären und Datenschnüffeleien den Trend nicht umzukehren vermögen. Wer sich nicht mit der Hard- und Software auseinandersetzen möchte und mit den Google-Diensten arbeiten kann und will, dem sei ein Chromebook empfohlen. Alle anderen dürften die Fesseln des Chrome OS nicht als angenehm empfinden.