Apple & Samsung

Apple vs Samsung – Patentstreit offenbart den langen Weg zum ersten iPhone

Der Streit zwischen Apple und Samsung lief über viele, viele Jahre und endete damit, dass Samsung der Zahlung von satten 548 Millionen US-Dollar an Apple zustimmte. Im langjährigen Gerichtsverfahren ging es um Patentverletzungen seitens der Koreaner. Aber um welche Patente handelt es sich eigentlich? Die Gerichtsunterlagen offenbaren die vielen Schritte, die zum ersten iPhone führten und zeigten auch, wie Steve Jobs seine Firma leitete.

Um welche Patente genau in der fünfjährigen Gerichtsverhandlung gestritten wurde, ist weniger wichtig als all die Bilder von Prototypen des iPhone und iPad, die vor Gericht offengelegt wurden. Ein seltener Einblick hinter die Kulissen eines der verschwiegensten und gleichzeitig bedeutendsten Unternehmen der Welt. Auch die Art und Weise wie Apple Umfragen durchführt, um aufkommende Trends aufzufangen und umzusetzen, konnten die Unterlagen zeigen. Aber werfen wir einen Blick auf die nicht immer gelungenen iPhone und iPad Prototypen, die, wären sie so auf den Markt gekommen, womöglich Apple nicht zum wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht hätten.

iPhone Prototyp

iPhone Prototyp 3

Auf den Bildern sind nicht nur die Frühformen des ersten iPhone aus dem Jahr 2007 abgebildet, auch erste Entwürfe des Mobilbetriebssystem iOS sind zu sehen. Hier hat Apple einfach die Icons von Mac Betriebssystem OS X eingebaut, während die Funksignalstärke in Form von fünf Punkten anstelle von vertikalen Balken dargestellt wird. Und auf dem Homebutton ist der Schriftzug „Menu“ zu erkennen, den Apple im Sinne eines schicken Design dann doch unbeschriftet beließ.

iPhone Prototyp 2

Um dem Gericht glaubhaft darzulegen wie Samsung seine Patente verletzte, musste auch die Geschichte der Entwicklung des ersten iPhone angeführt werden – mit sehr detaillierten Einblicken. So oblag die Verantwortung von iOS bei Scott Forstall, der von Steve Jobs quasi freie Hand für die Entwicklung bekam. Seine Mitarbeiter wiederum wussten nicht genau woran sie arbeiteten, sodass der Gesamtüberblick bei Forstall und Jobs lag. Um keine Rückschlüsse auf das iPhone zu ermöglichen, wurde die Entwicklung unter dem Namen „Project Purple“ vorangetrieben.

Was die Hardware und somit das Design des iPhone anbelangt, wurden teils für ein einziges Designelement bis zu 50 Mock-ups, also nicht funktionsfähige Attrappen gefertigt. So bestand durchaus die Möglichkeit, dass das erste iPhone über eine gebogene Rückseite verfügt, was schließlich verworfen wurde. Dabei hielt Steve Jobs stets die Kontrolle in seinen Händen und war mit seinen Äußerungen oft „brutal ehrlich“. Mit ihm zusammenzuarbeiten schien keine einfache Angelegenheit gewesen zu sein. Aber wie es mit Genies so ist, bekommen seine Nächsten alles ab, während er die ganze Menschheit einen großen Schritt nach vorne bringt.

Bild: bgr.com