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Apple macht Verluste – Dem iPhone geht die Puste aus

Apple CEO Tim Cook

Zu sehr haben wir uns daran gewöhnt Apple als die wertvollste Firma der Welt auf dem Planeten zu wissen. Umso überraschender – nicht für Marktanalysten – die Ergebnisse des gestern veröffentlichten Quartalsberichts. Erstmals seit 13 Jahren ist Apple’s Umsatz gesunken, ebenso die iPhone-Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahresquartal (Januar bis März 2015). Wie sind diese Zahlen zu deuten und wird das iPhone 7 wieder frische Moneten in die Kasse spülen?

Apple und sein Zugpferd, das iPhone. In zehn Jahren kannte der Konzern aus Cupertino nur eine Richtung: steil nach oben. Ein Verkaufsrekord jagte nach dem anderen, während das iPhone seine Gestalt im Laufe der Zeit wandelte. Doch diese Periode findet mit dem jüngsten Quartalsbericht ein jähes Ende. Zwischen Januar und März 2016 musste Apple Umsatzeinbuße hinnehmen und was vielleicht noch gravierender ist, die Verkaufszahlen des iPhone sind erstmals gesunken im Vergleich zum Vorjahresquartal. Läutet das eine neue Ära ein, in der Apple mehr tun muss um gegen die Konkurrenz zu bestehen? Oder haben wir es hier nur mit geduldigen Apple Kunden zu tun, die ihr Geld lieber im September investieren?

iPhone 6s und iPhone 6s Plus

In den Wochen vor der Veröffentlichung des Berichts zeichnete sich bereits ab, dass Apple sinkende Umsätze und Verkäufe mitteilen wird. Während in den ersten drei Monaten des Jahres 2015 noch stolze 58 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet werden konnte, sind es im ersten Quartal diesen Jahres „nur“ 51 Mrd. Dollar. Diese sinkenden Umsätze sind direkte Folge der sinkenden iPhone-Verkaufszahlen: waren es im ersten Quartal 2015 noch 61 Millionen iPhones (verschiedene Generationen), so sind zwischen Januar und März 2016 nur noch 51 Millionen iPhones über die Ladentheke gegangen – das sind 10 Millionen weniger iPhones!

Es wird davon ausgegangen, dass sich dieser Negativtrend bis zum nächsten Quartal (April bis Juni) fortsetzt, weshalb für diese drei Monate Einnahmen in Höhe von etwa 41 Mrd. Dollar erwartet werden. Vom Mac oder dem iPad kann sich Apple indes keine Hilfe erhoffen, denn beide Gerätekategorien verzeichneten ebenfalls sinkende Verkaufszahlen. Auch der sich anfangs positiv auf die Bilanzen auswirkende „China-Faktor“ scheint zu verfliegen.

iPad Pro

Im Grunde genommen lassen die Zahlen weder auf einen Abstieg Apple’s schließen, noch auf ein Desinteresse seitens der Kunden an iPhones. Dass die millionenfachen Verkäufe in China die Umsätze des vorletzten Quartals hochtreiben kann nur zu dem jetzigen Abrutschen führen. Apple wird uns, und das bedarf keiner Prophezeiung, auch in den nächsten Jahren mit schicken, starken und schlanken iPhones versorgen. Es muss schon einiges passieren, dass Apple die Gunst der vielen Fans und Kunden verliert. Immerhin: App Store und Apple Music bringen dem Konzern gutes Geld ein.

Quelle: bgr.com