Amazon-Prime-Tape

Amazon macht noch mehr „Prime“

Druck

Amazon an sich gibt es bereits seit 1994 – den Prime-Service mit kostenfreier Lieferung, Express-Versand und Kindle-Leihbücherei, bietet der Online-Versandhändler seit geraumer Zeit an. Im Februar 2014 kam das Instant-Video-Programm hinzu. Dieser Service wird über seinen Film Streaming Dienst „Lovefilm“ angeboten. Zahlreiche Filme sind mit „Prime“ gekennzeichnet und somit im Zuge der Mitgliedschaft kostenlos erhältlich. Alle anderen Filme werden ebenfalls – dann aber kostenpflichtig – angeboten.

Nun erweitert Amazon seine Dienst um „Prime Music“ und startet mit ca. eine Millionen Songs. Im Gegensatz dazu bietet die Konkurrenz über 20 Millionen (Spotify), respektive mehr als 25 Millionen Titel (Rdio). Im Vergleich zu den Mitbewerbern hört sich das wenig an? Stimmt – und dennoch kann der Konzern mit einer Nutzerzahl von über 244 Millionen mitspielen, selbst wenn man die Prime-Nutzer-Zahl auf ca. 20 Millionen (ca. 8 Prozent) schätzt. Spotify nutzen momentan 10 Millionen zahlende Kunden.

Wo will Amazon hin? Zumindest die Mission formuliert Amazon auf seiner Facebook-Fanpage ganz klar: “Our vision is to be earth’s most customer centric company; to build a place where people can come to find and discover anything they might want to buy online.”

Momentan probiert der Internet-Riese sein neuestes Angebot ausschließlich in den USA aus. In Deutschland wurde der Jahresbeitrag bereits von 29 Euro auf 49 Euro angehoben durch die Erweiterung des Film-Services. Warten wir ab, wie Amazon´s Musik-Streaming-Dienst in Anspruch genommen wird und ob das eine erneute Preissteigerung in Deutschland nach sich ziehen wird.